Was für ein Geschenk, wenn wir sagen können: „Ich bin glücklich!“ Das sind die schönen und erfüllten Momente unseres Lebens. Wo sie sich einstellen, fühlen wir uns leicht und beschwingt, gerade so, als könnten wir die ganze Welt umarmen. Glücklich zu sein ist vermutlich das umfassendste Verlangen des Menschen. Wir sehnen uns nach Glück, nach einem guten und erfüllten Leben.
Glücksforschung im Vormarsch Die Glücksforschung, ausgehend von Amerika, erlebt gegenwärtig einen richtigen Boom. Die Buchhandlungen sind voll von philosophisch-psychologischen und spirituellen Werken über das Glück. In dieser Literatur gibt es haufenweise Anleitungen und ‚Goldene Regeln‘, die uns zu zeigen versuchen, wie wir am besten und sichersten glücklich werden. In den letzten Jahren befassen sich auch die Wirtschaftswissenschaftler (Ökonomen) vermehrt mit dem Thema Glück. Mit Elan wird versucht, die Einflussfaktoren der Lebenszufriedenheit zu messen. Analysiert werden zum Beispiel die Faktoren: Arbeit, Geld, Heirat, Gesundheit, Fernsehkonsum oder Demokratie. Als Fazit daraus ergab sich: „Geld macht glücklich. Arbeiten und heiraten auch.“
Was wir zu unserem Glück beitragen können In Beratungsgesprächen bekomme ich oft zu hören: „Ich wäre nur schon glücklich, wenn…“ Und dann kommt eine Aufzählung von wünschenswerten Ereignissen oder Dingen, wie zum Beispiel: - Wenn ich keine Schmerzen mehr hätte. - Wenn der Streit mit dem Partner für nur einen Tag aufhören würde. - Wenn ich endlich den Partner fürs Leben finden würde. - Wenn ich mehr Geld zur Verfügung hätte und nicht mehr unter dem Existenzminimum leben müsste. Offensichtlich wissen wir ziemlich genau, was uns glücklich machen könnte und was unserem Lebensglück im Wege steht. Ganz allgemein haben viele Menschen den Eindruck, dass es glückliche und weniger glückliche Menschen gibt. Als die Glücklichen werden jene bezeichnet, die ohne eigenes Zutun und durch äussere Umstände (wo man hineingeboren wurde usw.) das Glück auf ihrer Seite haben. Experten machen uns jedoch darauf aufmerksam, dass Glück zur Hälfte beeinflussbar ist. Wir können also etwas zu unserem Glück beitragen. Und zwar durch unser Verhalten im Alltag. Da lassen sich viele Glücksmomente realisieren, zum Beispiel durch Musik, durch das Jauchzen eines Kindes, durch das Funkeln von Sonnenlicht in einem frischen Schneefeld, durch Entspannung oder kleine Siege über sich selbst. Glück lässt sich nicht erzwingen, wohl aber antrainieren. Glück hat zu tun mit der Art wie wir leben und ob wir die zahlreichen Glücksmöglichkeiten am Wegrand sehen. Wer die Glücksmomente registriert und in sich aufnimmt, gewinnt eine Haltung aus der die Dankbarkeit wächst. „Nicht die Glücklichen sind die Dankbaren. Die Dankbaren sind die Glücklichen“ (Sir Francais Bacon). Der Glückliche weiss, dass er kein Recht auf sein Glück hat. Und doch ist es da.
Den ausführlichen Fachartikel zum Thema Glück finden Sie auf www.lebensberatung-rj.ch. Ernst Bai: ernst.bai@lebensberatung-rj.ch
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